Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen

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Am Anfang war Ada. Frauen in der Computergeschichte

Noch bis zum 10. Juli 2016 ist im Heinz Nixkorf MuseumsForum, Fürstenallee 7, 33102 Paderborn eine Ausstellung über den Menschen, zu sehen, der das erste Computerprogramm entwickelt hat.

Hierzu steht auf der Seite des Veranstalters (www.hnf.de/ausstellungen/ada-lovelace.html):

 

Ada_Lovelace

Bereits 100 Jahre vor der Erfindung des Computers verfasste die Tochter eines berühmten romantischen Dichters eine Schrift, die heute als das erste Programm der Computergeschichte bezeichnet wird. Ada Lovelace wurde vor 200 Jahren am 10. Dezember 1815 in London als Tochter von Lord Byron und der britischen Aristokratin Anne Isabella Milbanke geboren.

Ihr Leben und Werk bilden den Mittelpunkt der Ausstellung, die sich jedoch nicht auf Ada Lovelace beschränkt, sondern zahlreiche weitere Pionierinnen präsentiert, die bis heute die Entwicklung der Informationstechnik wesentlich vorangebracht haben.

Die Besucher erleben auf 700 Quadratmetern in spannenden Inszenierungen, unter welchen Bedingungen Ada Lovelace ihre Leistungen vollbrachte, in einer Zeit, die Frauen von technischer und naturwissenschaftlicher Bildung fernhielt und gesellschaftliche Barrieren ihr Handeln stark reglementierten.

So wird deutlich, wie Ada Lovelace in Zusammenarbeit mit Charles Babbage ein Programm für dessen nie gebaute mechanische Rechenmaschine Analytical Engine entwickelte, das sie zur Ikone der Informationstechnik werden ließ. Mit ihrem Kampf gegen Konventionen, ihren wegweisenden Überlegungen zur Programmierung und den visionären Ideen einer universell einsetzbaren Rechenmaschine steht sie heute stellvertretend für viele Frauen, denen eine gleichwertige Anerkennung bisher versagt blieb.

Der Epual Pay Day am 19. März 2016

Am Equal Pay Day waren die Frauen der SPD Duisburg (AsF) mit einem Infostand gegenüber dem Forum auf der Königstraße am Samstag, dem 19. März 2016, in der Zeit von 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr vertreten. Zu den zurzeit laufenden Diskussionen zu Werksverträgen und Leiharbeit passt die immer noch aktuelle Forderung nach gleicher Bezahlung für gleiche Arbeit. Dies gilt für Frauen genauso wie für Männer. „Es wird daher Zeit diese Missstände abzustellen“, so die Vorsitzende der AsF Duisburg, Martina Stecker.

Mit „78 Euro-Scheinen“, die sie zusammen mit ihren Kolleginnen an Passanten verteilt, macht auch DGB-Regionsgeschäftsführerin Angelika Wagner vor dem Forum in der Duisburger Innenstadt deutlich, dass Frauen für gleiche Arbeit deutlich weniger Geld bekommen. Frauen bekommen durchschnittlich 22 Prozent weniger als ihre männlichen Arbeitskollegen, informiert sie die durchweg interessierten Besucher der Duisburger Innenstadt.

Der „Equal Pay Day“ findet weltweit einmal im Jahr statt und markiert den Tag, bis zu dem Männer nicht arbeiten bräuchten und auf Einkommen verzichten könnten, gäben sie sich mit dem gleichen jährlichen Einkommen wie Frauen zufrieden.

Es gilt also weiter für die Lohn-Gleichstellung von Männern und Frauen zu kämpfen. Der im vergangenen Jahr eingeführte Mindestlohn sei ein erster Schritt in Richtung Besserung gewesen. „Rund zwei Millionen Frauen verdienen dadurch schon mehr als vorher“, berichtet Martina Stecker, Vorsitzende der ASF-Duisburg. Trotzdem schneide Deutschland im EU-Vergleich schlecht ab und sei sogar das Land mit den größten  Gehaltsunterschieden.

„Besonders in Niedriglohnsektoren wie etwa in der Gastronomie unterscheidet sich das Gehalt zum Teil immens“, berichtet die Sozialdemokratin. So verdienen Köche rund 19 Prozent mehr im Monat als ihre Kolleginnen. Doch warum gibt es diese Einkommens-Unterschiede? „Frauen werden zum Teil leider immer noch in das traditionelle Familienbild gedrängt. Zwar hat sich das in den letzten 25 Jahren gebessert, trotzdem arbeiten viele Frauen nur nebenbei“, stellt die zweite Vorsitzende der Duisburger ASF Waltraud Asselmann fest.

Auch Bärbel Bas, SPD-Bundestagsabgeordnete aus Duisburg, informierte bei der Veranstaltung die Standbesucher und ist sich sicher: „Diesen Tag möchte ich in Zukunft aus meinem Kalender streichen.“

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