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Der gemeinsame Widerstand hat sich gelohnt!!

Geschrieben von Martina Stecker am in Start

Die Registrierung ist gefallen. Es wurde Zeit.
Liebe ASF-Frauen im Bundesvorstand,
in den ASF-Landesvorständen und BA Mitglieder und an der ASF-Arbeit interessierte Genossinnen und Genossen!

Seit 10. Februar 2020 kämpfen wir gemeinsam darum, das Standing der ASF wieder herzustellen.
Unser Selbstverständnis: „Jede Frau in der SPD ist automatisch eine ASF-Frau“ wurde im Februar durch die Verabschiedung einer neuen Richtlinie tief erschüttert. Der Parteivorstand hatte eine Registrierpflicht für die Mitarbeit in der ASF verabschiedet. Es begann eine harte, interne Auseinandersetzung der ASF mit der Parteispitze:
Von einer Solidaritätskampagne mit 3000 Unterschriften von Genossinnen und Genossen, bis hin zu einer Klage beim parteiinternen Schiedsgericht, haben wir deutlich gemacht:
Nein, das lassen wir nicht mit uns machen!

War ich im Februar noch unsicher, ob wir den einstimmigen Beschluss des Parteivorstandes noch umdrehen können, hat mir eure Unterstützung und Solidarität immer wieder Kraft gegeben, weiter zu kämpfen. Jetzt sind wir am Ziel.

Gestern wurde im Parteivorstand ein neuer Beschluss gefasst (wieder einstimmig), dass die Registrierung Geschichte ist.
Wir haben nicht zu 100% gewonnen. Es gibt in Zukunft eine schwache Opt-Out-Regelung in der Eigenverantwortung der Genossinnen.
Doch heute ist der Tag, um die 95% intern zu feiern!Den Arbeitsgemeinschaften AG 60plus und ASF gehören automatisch alle Parteimitglieder an, die ihnen jeweils durch Alter oder Geschlecht zuzuordnen sind.Die Berechnung des Delegiertenschlüssels erfolgt auf der Basis der Mitgliederzahlen der SPD. Mitglieder der SPD können in den Arbeitsgemeinschaften mitarbeiten, abstimmen sowie von ihrem aktiven und passiven Wahlrecht Gebrauch machen. Darüber hinaus sehe ich einen zweiten Grund zum Feiern:
Wir haben dies geschafft, ohne Presseecho gegen die Parteispitze. Intern. Zielgenau. Erfolgreich. Dies zeichnet uns als starke Arbeitsgemeinschaft aus.
Darüber hinaus hat explizit das Vorgehen der ASF dafür gesorgt, dass die Registrierung auch für 60plus und die AfA gefallen ist. Unser Kampfruf war: Wir lassen uns nicht spalten. Dies ist uns gelungen.
Lasst und gemeinsam für eine gute, geschlechtergerechte Welt kämpfen. Innerhalb und außerhalb der SPD.

Freundschaft

Maria Noichl
ASF Bundesvorsitzende

Hilfsangebote zum Schutz gewaltbetroffener Frauen, Kinder und Jugendlicher und ein neues Angebot für Männer!

Geschrieben von Martina Stecker am in Start, Uncategorized

In Zusammenarbeit mit Supermärkten und Drogerien macht Bundesministerin Dr. Franziska Giffey mit der Aktion „Zuhause nicht sicher“ auf die Initiative „Stärker als Gewalt“ und deren Website (staerker-als-gewalt.de) aufmerksam.
Die Nachbarschaftshilfe-Plattform „nebenan-stiftung.de“ beteiligt sich ebenfalls an dieser Aktion.
Die nachfolgenden Hilfetelefone bieten besorgten Kindern, Jugendlichen, Frauen in Notsituationen und Interessierten Rat und Unterstützung:
Bundesweit steht das Hilfetelefon „Nummer gegen Kummer für Kinder und Jugendliche zur Verfügung und ist unter der Nummer 116 111, von Montag bis Samstag jeweils von 14:00 Uhr bis 20:00 Uhr, zu erreichen.
Bei sexuellem Missbrauch berät das bundesweite Hilfetelefon „Sexueller Missbrauchunter der Rufnummer 0800 22 55 530, montags, mittwochs und freitags von 9:00 Uhr bis 14:00 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 15:00 Uhr bis 20:00 Uhr anonym und kostenfrei. Unter www.save-me-online.de ist das Online-Beratungsangebot für Jugendliche des Hilfetelefons erreichbar.
Das „Elterntelefon“ bietet spezielle Hilfe für Eltern an, die sich anonym und schnell konkrete Tipps geben lassen möchten. Es ist unter der Rufnummer 0800 111 0550, montags bis freitags von 9:00 Uhr bis 11:00 Uhr und dienstags und donnerstags von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr erreichbar.
Frauen in Not werden durch das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“, 08000 116 016, rund um die Uhr, anonym und in 18 Sprachen unterstützt.
Hilfeschutz für von Gewalt betroffene Männer
Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen und das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales haben am 22. April 2020 das Hilfetelefon „Mann: Wähle Schutz!“ mit der Nummer 0800 123 99 00 für von Gewalt betroffene Männer ins Leben gerufen. Das Hilfetelefon ist montags bis donnerstags von 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr und 16:00 Uhr bis 20:00 Uhr sowie freitags von 9:00 Uhr bis 15:00 Uhr besetzt.
Angebote in Duisburg
Alle Duisburger Angebote für von häuslicher Gewalt betroffenen Frauen und Kindern sind weiterhin erreichbar. Das Jugendamt, das Institut für Jugendhilfe der Stadt Duisburg sowie alle Frauenberatungsstellen und Frauenhäuser bieten ihre Hilfe an.

Geschrieben von Martina Stecker am in Start

„Jede Frauengeneration, die gewonnene Rechte nicht verteidigt hat und neue nicht erobern wollte, hat schon ein Stück von ihnen verloren.“ Marielouise Janssen-Jurreit

100 Jahre Frauenwahlrecht

Geschrieben von Martina Stecker am in Presse

Grußwort von Martina Stecker

Liebe Leserinnen und Leser,

dass Frauen wählen und gewählt werden dürfen, ist für uns heute eine Selbstverständlichkeit. Die Erinnerung an die Einführung des Frauenwahlrechts vor 100 Jahren lenkt unseren Blick auf viele Jahrzehnte des Kampfes von Frauen um dieses Recht – und auf die Entwicklung der politischen Beteiligung von Frauen bis in die Gegenwart.

Es ist nicht zuletzt auch vielen Sozialdemokratinnen zu verdanken, dass das „Stimmrecht“ für Frauen, wie die Zeitgenossinnen es nannten, nach vielen Kämpfen im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und des Kaiserreichs endlich eingeführt wurde.

Sozialdemokratische Frauenpolitik und die Forderung nach dem Frauenwahlrecht hat auch in Duisburg eine lange Tradition, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Als 1911 der erste Internationale Frauentag weltweit begangen wurde, erreichte die Frauenwahlrechtskampagne in Duisburg einen ersten Höhepunkt, als über 350 Frauen an einer sozialdemokratischen Versammlung teilnahmen und das Wahlrecht einforderten. 1913 waren 785 Sozialdemokratinnen als Mitglieder im Bezirk Niederrhein vermerkt, immerhin 17 Prozent aller Mitglieder! Auf dieser Grundlage haben wir seitdem weitere Fortschritte erreicht.

Heute sind Frauen in den Parteien und Parlamenten selbstverständlich, aber ihr Anteil dort ist immer noch nicht gleich hoch wie der Anteil der Männer. Deshalb müssen wir nach der Einführung von innerparteilichen Quotenregelungen als nächsten Schritt eine Wahlrechtsreform ins Auge fassen, die für eine paritätische Verteilung der Parlamentsmandate zwischen Frauen und Männern sorgt. Es gibt also noch viel für uns zu tun, nicht nur, aber auch in Duisburg.

Ihre

Martina Stecker

Vorsitzende der ASF Duisburg